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Ulkusblutung: PPI-Prophylaxe kann auch intermittierend erfolgen
 
Bei Patienten mit hohem Rezidivrisiko nach endoskopisch behandelter Ulkusblutung wird gemäss Leitlinien eine kontinuierliche intravenöse PPI-Prophylaxe empfohlen. Eine Metaanalyse zeigt nun, dass auch eine intermittierende PPI-Therapie erfolgen kann, ohne das Blutungsrisiko zu erhöhen. Damit könnten Kosten und Ressourcen gespart werden.

Der systematische Review mit Metaanalyse basiert auf 13 Studien zum Vergleich einer intermittierenden PPI-Therapie (1- bis 4-mal täglich oral oder intravenös) mit dem bisherigen Standard einer hochdosierten, intravenösen PPI-Prophylaxe (80mg Bolus, danach kontinuierliche Infusion von 8 mg/h über 3 Tage) bei Patienten mit einem endoskopisch behandelten Risikoulkus (aktive Blutung, sichtbares Blutgefäss oder festhaftendes Blutgerinnsel).

 

Das Risiko einer Rezidivblutung innerhalb der ersten Woche nach dem endoskopischen Eingriff (primärer Endpunkt) war bei intermittierender PPI-Therapie nicht nur vergleichbar, sondern sogar etwas niedriger (relatives Risiko: 0.72, absolute Differenz: 2.64). Ebenso vergleichbare oder sogar bessere Raten ergaben sich für die Rezidivblutungen nach 3 Tagen und 30 Tagen, für die Mortalität, für die Notwendigkeit einer erneuten notfallmässigen Intervention, für den Bedarf an Bluttransfusion oder für die Dauer des Spitalaufenthalts.

 

Konklusion der Autoren: Die intermittierende PPI-Therapie ist der gemäss Leitlinien empfohlenen kontinuierlichen PPI-Therapie zur Rezidivprophylax bei Risikoulzera nach endoskopischer Blutstillung vergleichbar.  

 

Link zur Studie


Sachar H et al. JAMA Intern Med. 2014;174(11):1755-1762.


 


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