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Sie sind hier: News / Journalscreening » Oesophagus 19. September 2019
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GERD und Dyspepsie
 
Ein Grossteil der Bevölkerung leidet an dyspeptischen Beschwerden. Bei jungen Patienten, welche keine NSAR einnehmen, ist die Symptomatik selten mit einer schwerwiegenden gastrointestinalen Erkrankung vergesellschaftet, insbesondere nicht bei negativem H. pylori. Die "European H. pylori Study Group“ empfiehlt diese Patienten ohne vorhergehende Endoskopie empirisch zu eradizieren. Diese Studie verglich den outcome von 2 Therapiestrategien.

219 Patienten (18 - 45jährig) mit dyspeptischen Symptomen wurden in die randomisierte und kontrollierte Studie einbezogen. Personen mit Refluxsymptomen, NSAR-Therapie, Stn Operation im oberen GI-Trakt, in den letzten 4 Wochen vorangegangener Therapie mit Antibiotika-, PPH oder H2-Blocker wurden von der Studie ausgeschlossen. In der empirischen Gruppe A wurde mit Omeprazol 20 mg/d für 4 Wochen behandelt, in der Gruppe B "Test- und Behandlungsstrategie" wurde primär ein 13C-Urease-Atemtest durchgeführt und falls H. pylori negativ: 4 Wochen Omeprazol 20 mg/d gegeben, falls positiv eine Trippel-Eradikationstherapie mit Omeprazol 20 mg, Clarithromycin 500 mg, and Tinidazol 500 mg, alles 2 x täglich, durchgeführt. Der follow up betrug ein Jahr. Patienten mit erneuten Symptomen wurden endoskopiert. Der primäre Endpunkt war ein Wiederauftreten von dyspeptischen Symptomen.

 

88% (96/109) der Gruppe A-Patienten musste endoskopiert werden, 19 wegen fehlender Symptomenverbesserung, 77 aufgrund erneuter Symptome. Bei den Gruppe B-Patienten waren es nur 55% (P<0.001), 32 wegen fehlender Symptomenverbesserung, 29 aufgrund eines Rückfalles. In der Gruppe A diagnostizierte man peptische Ulcera (endoskopisch), in der Gruppe B nicht. Dort bestand dagegen signifikant häufiger eine Oesophagitis.

 

Konklusion der Autoren: Dyspepsiepatienten profitieren von einer empirischen Eradikationstherapie. Wenn nur mit einem PPH behandelt wurde, besteht häufiger ein Symptomenrückfall, ausserdem schien die PPH-Therapie das Vorhandensein von peptischen Ulcera und Oesophagitiden zu maskieren.

 

Originalartikel


G. Manes et al BMJ 2003;326:1118


 


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