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Probiotika zum Schutz vor Antibiotika-assoziiertem Durchfall
Probiotika sind lebende Mikroorganismen, deren Aufnahme gesundheitsfördernd sein soll. So sollen sie beispielsweise vor Durchfall als Nebenwirkung einer Antibiotikaeinnahme schützen. Eine Metaanalyse im JAMA untersuchte, ob sich das Risiko einer Antibiotika-assoziierten Diarrhoe mit Probiotika senken lässt.
JAMA 2012;307:1959-1969 , Hempel S et al.
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Frühgeborene: Frühe enterale Ernährung erhöht NEK-Risiko nicht
Bisherige Studien konnten für den frühen enteralen Nahrungsbeginn weder ein erhöhtes noch ein vermindertes Risiko für nekrotisierende Enterokolitis (NEK) nachweisen. Eine aktuelle Studie bestätigt die heutigen Empfehlungen zur frühen enteralen Umstellung.
Pediatrics 2012, Online Publikation am 9. April , Leaf A et al. on behalf of the Abnormal Doppler Enteral Prescription Trial Collaborative Group
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PPI begünstigen Darminfektionen
Protonenpumpenhemmer (PPI) werden weltweit grosszügig bei Beschwerden im oberen Gastrointestinaltrakt verschrieben. Viele enteropathogenen Keime sind jedoch säureempfindlich, sodass der Wegfall der Säurebarriere das Infektrisiko erhöhen könnte. Ein systematischer Review untersuchte den Zusammenhang zwischen PPI und bakterielle Infektionen durch enteropathogene Keime.
Aliment Pharmacol Ther 2011; 34: 1269–1281 , Bavishi C und Dupont HL
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Typ-2-Diabetes: Zwei aktuelle Studien bestätigen Nutzen der bariatrischen Chirurgie
Zwei zeitgleich auf dem Jahrestreffen des American College of Cardiology in Chicago und im N Engl J Med. publizierte Studien zeigen, dass mit der bariatrischen Chirurgie gegenüber der medikamentösen Therapie eine deutlich bessere Blutzuckerkontrolle erzielt wird, die einer Diabetes-Remission entspricht.
N Engl J Med 2012, Online Publikationen am 26. März , Schauer PR et al. und Mingrone G et al.
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Koloskopie: Adenektomie senkt Darmkrebssterblichkeit
Die National Polyp Study (NPS) zeigt, dass infolge der Früherkennung und Entfernung von Adenomen eine Reduktion der langfristigen Darmkrebssterblichkeit erreicht werden kann.
N Engl J Med 2012;366:687-696 , Zauber AG et al.
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PPI und Hüftfrakturen: Risiko auf Raucherinnen und Exraucherinnen beschränkt
Eine neue Auswertung der Nurses' Health Study im BMJ zeigt, dass die langfristige Einnahme von Protonenpumpenhemmern (PPI) das Risiko für Osteoporose-assozierte Hüftfrakturen besonders bei Raucherinnen erhöht.
BMJ 2012;344:e372 , Khalili H et al.
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Bariatrische Chirurgie senkt kardiovaskuläres Risiko
Übergewicht ist ein bekannter kardiovaskulärer Risikofaktor. Der Nutzen der bariatrischen Chirurgie (Magenband, Magen-Bypass, gastroplastische Chirurgie) ist bezüglich Gewichtsreduktion und metabolischen Verbesserungen gut belegt. Eine Schwedische Studie prüfte nun deren Auswirkung auf die kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität.
JAMA 2012;307:7-104 , Sjöström L et al.
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Eradikation bei funktioneller Dyspepsie?
Helicobacter pylori zählt zu den Hauptverursachern dyspeptischer Beschwerden. Dennoch ist unter Experten umstritten, ob man Patienten mit funktioneller Dyspepsie auf H. pylori screenen und gegebenenfalls eine Eradikation durchführen soll.
Arch Intern Med 2011;171:1929-1936 , Mazzoleni LE et al.
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EHEC-Epidemie: Erste Ergebnisse des klinischen EHEC-HUS-Registers
Im Frühsommer 2011 versetzte eine EHEC-Epidemie in Deutschland Forscher und Gesundheitsbehörden in Alarmbereitschaft. Nachweislich 54 Menschen starben an der Infektion. Gut ein halbes Jahr nach Ausbruch wurden nun im NEJM die ersten Ergebnisse einer klinischen Studie zum gefährlichen Darmkeim publiziert.
NEJM 2011;365:1771-1780 , Frank C for the HUS Investigation Team
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H. pylori: Quadrupeltherapie bald neuer Standard?
Zunehmenden Resistenzen gegen die bei der Eradikation des Helicobacter pylori üblicherweise eingesetzten Antibiotika stellen in vielen Ländern bereits ein erhebliches Problem dar. Eine prospektive klinische Studie verglich das neue LOAD-Quadrupelregime mit der Standard-Tripeltherapie.
Am J Gastroenterol 2011;106:1970–1975 , Basu PP et al.
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Krebsprävention: ASS verhindert Darmkrebs bei Patienten mit Lynch-Syndrom
Der Grossteil der verfügbaren klinischen Evidenz spricht für einen chemopräventiven Effekt von Azetylsalizylsäure (ASS) gegen kolorektale (und wahrscheinlich auch anderen) Tumoren. Dennoch kann ASS noch nicht routinemässig zur Krebsprävention empfohlen werden. Dies könnte sich bei Patienten mit Lynch-Syndrom, bei denen eine erbliche Veranlagung für Kolorektalkarzinome besteht, bald ändern.
Lancet 2011, online Publikation am 28 Oktober , Burn J on behalf of the CAPP2 Investigators
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Verbesserte Diagnostik der Appendizitis durch CT
Seit es die Multidetektor-Computertomographie (MDCT) gibt, hat die Anwendung dieses bildgebenden Verfahrens zur Appendizitis-Diagnose stark zugenommen. Eine Studie hat die Performance der MDCT zur Diagnose respektive zum Ausschluss einer akuten Appendizitis evaluiert.
Ann Intern Med. 2011;154:789-796 , Pickhardt PJ et al
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GI-Blutungsrisiko unter Aspirin stark von der Dosis abhängig
Die Einnahme von Aspirin gilt als bedeutender Risikofaktor für gastrointestinale Blutungen. Huang und Kollegen haben in ihrer Studie den Zusammenhang zwischen Dosis, Dauer und Blutungsrisiko genauer analysiert.
Am J Med 2011;124:426-433 , Huang ES et al
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Kardiovaskuläres Risiko bei mit PPI und Aspirin behandelten Patienten
Nach kontroversen Studienresultaten besteht der Verdacht, dass die Einnahme von Protonenpumpenblockern (PPI) die kardioprotektive Wirkung von Clopidogrel nach Stentimplantaton beeinträchtigen könnte. Nun wurde im BMJ eine Studie publiziert, welche eine Interaktion zwischen Aspirin und PPI – auch ohne Clopidogrel – vermuten lässt.
BMJ 2011; 342:d2690 , Charlot M et al
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Bei rezidivierenden Bauchschmerzen beim Kind an abdominale Migräne denken
Die abdominale Migräne ist eine Sonderform der Migräne. Typischerweise treten ohne erkennbare Ursache rezidivierende Bauchschmerzen mit vasomotorischen Symptomen, Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen auf. Die abdominale Migräne gilt als Vorläufer der klassischen Migräne. Eine Studie ist nun der Frage nach der Häufigkeit der abdominalen Migräne bei Kindern nachgegangen.
Headache 2011;51:707-712 , Carson L et al
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Laparoskopische Operation versus Esomeprazol bei Reflux (GERD)
GERD-Patienten brauchen eine Therapie, um ihre Symptome langfristig unter Kontrolle zu bekommen. In der im JAMA publizierten LOTUS-Studie haben Galmiche und Kollegen die Langzeiterfolgsrate einer konservativen Therapie mit dem PPI Esomeprazol mit derjenigen der laparoskopischen Antirefluxchirurgie verglichen.
JAMA 2011;305:1969-1977 , Galmiche J-P et al
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Metaanalyse bestätigt die Effektivität der Biologika bei IBD
Biologika gehören zu den neuen Therapieoptionen bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Die Autoren einer Metaanalyse haben die Wirksamkeit der verschiedenen Biologika in Bezug auf Induktion und Erhaltung einer Remission untersucht.
Am J Gastroenterol 2011;106:644–659 , Ford AC et al
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Vierer- versus Dreiertherapie zur Helicobacter-Eradikation
Helicobacter pylori ist in den letzten Jahren zunehmend Antibiotika-resistent geworden. Die Autoren einer randomisierten Studie haben die Wirksamkeit einer Vierertherapie zur Eradikation von H. pylori mit dem langjährigen Goldstandard verglichen.
Lancet 2011;377:905-913 , Malfertheiner P et al
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IBD-Therapie bei Schwangeren und Kindern
Im American Journal of Gastroenterology haben Europäer und Amerikaner ein gemeinsames Positionspapier zu Therapie-Empfehlungen bei Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa in der Schwangerschaft und bei Kindern publiziert, mit Fokus auf die Behandlung mit Biologika. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Empfehlungen.
Am J Gastroenterol 2010, online Publikation 14 Dezember , Mahadevan U et al
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Erheblicher Schutz vor Kolorektalkarzinom nach Kolonoskopie
Der Wert der Kolonoskopie in der Früherkennung respektive Prävention von kolorektalen Tumoren bleibt ein heisses Diskussionsthema. Eine Bevölkerungs-basierte Fallkontrollstudie der Universität Heidelberg in Deutschland zeigt nun eine beträchtliche Risikoreduktion nach Kolonoskopie.
Ann Intern Med 2011;154:22-30 , Brenner H et al
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