Leaderboard

Keine Artikel ausgewählt!     Warenkorb  
Sie sind hier: News / Journalscreening » Leber 19. September 2019
Suchen
Gastroplattform
Leber
Erweiterte Suche
Abklärungen / Diagnostik
Therapien
Guidelines
Fortbildung
News / Journalscreening
Gallenwege
Leber
Hepatitis
Leberzirrhose
Neoplasie
Portale Hypertonie
Anderes
Magen-Darm
Oesophagus
Pankreas
Fachliteratursuche
Kongresse / Tagungen
Services / Tools
Links
  Schrift: Schrift grösser Schrift kleiner

Rect Top

 
Pioglitazon bei nichtalkoholischer Steatohepatitis
 
Eine effektive medikamentöse Therapie der nichtalkoholischen Steatohepatitis (charakterisiert durch Insulinresistenz, Steatose, nekrotisierende Entzündung) ist bisher nicht bekannt. Die Autoren einer im NEJM publizierten, kleinen randomisierten Studie haben die Auswirkungen einer Therapie mit dem Antidiabetikum Pioglitazon auf die Leber untersucht.

55 Patienten mit einer eingeschränkten Glukosetoleranz oder einem Diabetes Typ 2 und einer bioptisch gesicherten nichtalkoholischen Steatohepatitis wurden in die randomisierte Studie eingeschlossen. Zur hypokalorischen Diät (Reduktion der zur Gewichtserhaltung benötigten Kalorienzufuhr um 500 kcal) erhielten die Studienteilnehmer täglich während einem halben Jahr entweder 45 mg Pioglitazon oder Placebo. Endpunkte waren Leberhistologie, Fettgehalt der Leber (MR-Spektroskopie), Glukosetoleranz, Leberenzyme und Nebenwirkungen.

 

Die glykämische Kontrolle und die Glukosetoleranz waren in der Pioglitazongruppe hoch signifikant besser als in der Placebogruppe (p<0.001). Die Senkung der Aspartat-Aminotransferase (um 40% versus 21%) und der Alanin-Aminotransferase (um 58% versus 34%) sowie des Fettgehalts der Leber (um 54% versus 0%) waren unter Pioglitazon signifikant ausgeprägter als unter Placebo. Die hepatische Insulinsensitivität verbesserte sich durch Pioglitazon und Diät um 48%, unter Placebo plus Diät um 14% (0=0.008). In der Histologie war die Einnahme von Pioglitazon gegenüber Placebo mit einer signifikanten Verbesserung der Steatose, der ballonierten Nekrose und Entzündung assoziiert. Die Reduktion der Fibrose in der Pioglitazongruppe war statistisch knapp nicht signifikant (p=0.08). Bei einem Patienten traten unter Pioglitazon Müdigkeit und Oedeme auf, andere Nebenwirkungen zeigten sich keine.

 

Konklusion der Autoren: Gemäss den Ergebnissen dieser kleinen randomisierten Studie führt die Verabreichung von Pioglitazon bei nichtalkoholischer Steatohepatitis nach einem halben Jahr zu einer signifikanten Verbesserung der metabolischen und histologischen Parameter. Grössere kontrollierte Studien müssen nun diesen viel versprechenden Effekt von Pioglitazon bestätigen.

 

Link zur Studie


Belfort R et al NEJM 2006;355:2297-2307


 


Rect Bottom
Adserver Footer
 

Ironmedline

Das Fachportal für Eisenmangel >>

 

Sky right 1