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Sie sind hier: Kongresse / Tagungen » Kongressberichte 24. Juni 2017
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Hepatologie

Hepatitis C

Prof. Marina Berenguer, Valencia (E)

Weltweit sind ca. 130 Millionen Leute von einer chronischen Hepatitis C Infektion betroffen. Einer von 5 Patienten mit einer chronischen HCV-Infektion wird im Durchschnitt eine Leberzirrhose entwickeln - ein Prozess, welcher ca. 10-20 Jahre dauert. Nach 20-40 Jahren wird ein kleiner Prozentsatz der Erkrankten an einem hepatozellulären Karzinom (HCC) erkranken.

 

Das Ziel der HCV-Therapie ist die Viruselimination ("sustained virological response" = SVR) und die Verhinderung von Komplikationen wie Zirrhose und HCC. Das Ansprechen auf heutige Standardtherapien ist abhängig von folgenden Faktoren:

  • Genetische Prädisposition
  • Genotyp des HCV
  • Alter und Gewicht des Patienten
  • Ausmass des Leberschadens bei Therapiebeginn
  • Komorbiditäten (Bsp. Diabetes)

Die heutige Standardtherapie der chronischen HCV-Infektion ist die Kombination von pegyliertem Interferon alpha mit Ribavirin. Weniger als 50% der Patienten können durch diese Therapie geheilt werden, im Sinne einer SVR. Bei Genotyp 2 oder 3 beträgt diese Rate 70 bis 80%, bei Genotyp 1 liegt die Heilungsrate jedoch viel tiefer.

 

Prof. Berenguer ist begeistert von den ersten Resultaten zum Studium neuer Therapiealternativen, in erster Linie der neuen Klasse von antiviralen Medikamenten, den sogenannten STAT-C (“Specifically Targeted Antiviral Therapy for Hepatitis C“) Substanzen. Diese Wirkstoffe hemmen direkt die Enzyme, welche die Reproduktion der HC-Viren veranlassen. Am weitesten fortgeschritten in der klinischen Evaluation sind Protease- und Polymerasehemmer. In Kombination mit der Standardtherapie resultierte die Verabreichung von Proteasehemmern bei Patienten mit Genotyp 1 in einer SVR von bis zu 75%. Dies sind bisher nie erreichte Ergebnisse. Die ersten Replikationshemmer zur Behandlung der chronischen HCV-Infektion werden auf 2011 erwartet.

 

Komplikationen der Alkoholkrankheit vorbeugen

Helena Cortez-Pinto, Lissabon (P)

Alkoholkonsum ist für 3.2% der globalen Mortalität und insgesamt ca. 4% aller verlorenen Lebensjahre verantwortlich. In Europa sind es 4% der Gesamtmortalität  respektive 7.9% aller verlorenen Lebensjahre. 11.6% aller Disability Adjusted Life Years (DALYs) sind Alkohol-assoziiert. Eine Untersuchung in Portugal von Cortez-Pinto und Kollegen hat gezeigt, dass ein Drittel der DALYs durch Lebererkrankungen bedingt sind, das sind mehr als durch Verkehrsunfälle oder viele Krebserkrankungen verursachte DALYs. Ein Drittel der Lebertransplantationen aufgrund einer Zirrhose sind Alkohol-bedingt.

 

Information und Aufklärung der Bevölkerung über die Gefahr des Alkoholkonsums sind zwar relativ kostengünstig, systematische Reviews haben jedoch gezeigt, dass sie den Alkoholkonsum weder reduzieren noch die Gesundheit günstig beeinflussen. Die Einschränkung der Verfügbarkeit von alkoholischen Getränken (Mindestalter erhöhen, Verkaufszeiten für Alkohol reduzieren), Preiserhöhungen und Werbeeinschränkungen sind die effektivsten Interventionen zur Reduktion der Problematik, so Cortez-Pinto an der Pressekonferenz. Die Propaganda solcher Interventionen wird von einer kräftigen Lobby allerdings stark bekämpft. „I believe there is now a need to create forceful measures, including the regulation of all marketing, bans on sponsorship, and the implementation and strict surveillance of drink-driving laws. I think it would be useful to have a Framework Convention for Alcohol Control, with support and pressure from a few committed countries, underpinned by a strong global network of nongovernmental organisations. These NGOs need to strengthen their international presence and learn from the tobacco-control arena” so die Konklusion von Cortez-Pinto.

 

 
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07.12.2010 - dde
 



 
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